Dies ist ein Ausschnitt aus dem Verzeichnis der Bahnhöfe in Lippe. Dieser Ausschnitt umfasst die Stationen in Lippe in alphabeischer Reihenfolge von A bis H und somit die folgenden Bahnhöfe und Haltestellen:
Der Bahnhof Almena-Rickbruch liegt an der Extertalbahn
zwischen den Bahnhöfen Bösingfeld und
Krankenhagen in Streckenkilometer 16,1. Somit ist Almena-Rickbruch der letzte Bahnhof an
der Extertalbahn in Lippe.
Zugverkehr findet in Almena nicht mehr statt. Der Bahnhof wird nur noch in den
Sommermonaten von Fahrraddraisinen befahren.
Der Bahnhof Alverdissen liegt an der Extertalbahn zwischen den Bahnhöfen Barntrup und Bösingfeld im
Streckenkilometer 5,2.
Die Ortschaft Alverdissen erhielt am 08.07.1927 ihren Anschluss an das Eisenbahnnetz, als
der erste Teilabschnitt der Extertalbahn zwischen Barntrup und Bösingfeld in Betrieb
genommen wurde. Mit einer Höhe von 261 Meter üNN befindet sich in Alverdissen
der Scheitelpunkt der Extertalbahn.
Der Bahnhof Alverdissen erhielt als Stationsgebäude einen zweigeschossigen
Klinkerbau, wie man ihn in ähnlicher Bauweise an vielen Kleinbahnhöfen
findet.
Aus Kostengründen wurde von Anfang an auf Stellwerke mit örtlicher Besetzung im
Bahnhof Alverdissen verzeichtet. Die zentrale Fahrdienstleitung für die gesamte
Strecke wurde im Bahnhof Bösingfeld angeordnet.
Der regelmäßige Personenverkehr endete am 25.09.1966 in Alverdissen. Fortan
fand nur noch Güterverkehr (bis 2001) sowie die Bedienung durch Sonderfahrten in
Alverdissen statt.
Inzwischen ist Alverdissen für die Sonderfahrten der Landeseisenbahn Lippe ein
wichtiger Bahnhof. Die Eisenbahnfreunde der Landeseisenbahn Lippe planen im Bahnhof
Alverdissen den Bau eines Lokschuppens. Das aktuelle Betriebskonzept sieht für die
Sonderfahrten einen Lokwechsel in Alverdissen vor (Wechsel von Elektro- auf
Dampftraktion). Außerdem ist Alverdissen im Sommer der Endpunkt für die
beliebten Fahrraddraisine-Fahrten von Rinteln aus.
Neben dem Museumsbahnverkehr auf der Extertalbahn soll der Bahnhof Alverdissen
zukünftig auch den Draisinenfahrern einen attraktiven Empfang bieten. Die optische
Umgestaltung des Bahnhofumfelds mit dem geplanten Lokschuppen ist der Teil der
angestrebten Maßnahmen.
Die Bahnstation Asmissen liegt an der Extertalbahn im Streckenkilometer 9,7 zwischen dem Bahnhof Bösingfeld und der Station Eimke.
Der Bahnhof Barntrup liegt an der Begatalbahn. In Barntrup zweigt außerdem die Strecke der Extertalbahn in Richtung Bösingfeld / Rinteln ab. Die Gleisanlagen des Bahnhofs wurden nach der Stillegung der Eisenbahnstrecke nach Hameln inzwischen weitestgehend zurückgebaut. Seit dem Rückbau der letzten Bahnhofsgleise im April 1999 ist lediglich der Anschluss zur Extertalbahn vorhanden und stellt inzwischen den einzigen Anschluss an das Streckennetz der DB dar.
Der Bahnhof Bega liegt an der Begatalbahn im
Streckenkilometer 21,4 zwischen den Bahnhöfen Dörentrup und Barntrup.
Die Ortschaft Bega erhielt ihren Eisenbahnanschluss mit Eröffnung der
Eisenbahnstrecke von Lemgo nach Hameln am 02.11.1896. Wie auch die übrigen Stationen
an der Strecke hatte Bega ein einfaches Stationsgebäude erhalten. Bega verlor seine
Anbindung an das Liniennetz des Schienenpersonenverkehrs mit der Einstellung des
Personenverkehrs zwischen Lemgo und Hameln am 27.09.1980. Das letzte Nebengleis zur
Ladestraße in Bega wurde 1995 stillgelegt und unbenutzbar gemacht. Der
Gütertarifpunkt Bega war bereits aufgehoben, so dass der Bahnhof Bega keine Rolle
mehr für den verbliebenen Güterverkehr spielte.
Im Jahr 2001 rollte der letzte Güterzug von Barntrup aus durch Bega.
Anschließend wurde die Strecke für den Eisenbahnbetrieb gesperrt. Bereits im
Jahr 2000 wurden die Gleisanlagen im Bahnhof Bega durch die Verkehrsbetriebe Extertal von
der Deutschen Bahn übernommen.
Im Februar 2009 fanden umfangreiche Bauarbeiten im Bahnhof Bega statt. In diesem Zuge
wurde das Nebengleis zur alten Ladestraße reaktiviert und mit einem Prellbock (vom
stillgelegten AnschlussgleisSchuh-Wortmann, Detmold) versehen. Somit ist der Bahnhof Bega
seit Februar 2009 auch betrieblich wieder als Bahnhof nutzbar.
Sollten die Bestrebungen zur Reaktivierung der Begatalbahn zwischen Lemgo und Barntrup
erfolgreich sein, so werden vielleicht schon bald wieder Züge durch Bega rollen.
Die Bahnstation Bellenbruch liegt an der Extertalbahn zwischen den Stationen Barntrup und Herborn im Streckenkilometer 0,7
Die Bahnstation Bögerhof liegt auf der Extertalbahn zwischen den Stationen Bremke
und Krankenhagen im Streckenkilometer 19,3. Bögerhof ist die letzte Eisenbahnstation
auf lippischem Boden vor der Landesgrenze zu Niedersachsen.
Der Streckenabschnitt ist inzwischen für den Zugverkehr gesperrt, so dass nur noch
Fahrraddraisinen von Rinteln aus durch Bögerhof fahren.
Der Bahnhof Bösingfeld liegt an der Extertalbahn zwischen den Bahnhöfen Bösingfeld und Alverdissen. Bösingfeld bildet deren betrieblichen Mittelpunkt der Extertalbahn.
Die Eisenbahnstation Brake liegt an der Begatalbahn (Kursbuchstrecke 404) im Streckenkilometer 10,2 zwischen
den Bahnhöfen Lemgo und Dörentrup.
Mit dem Bau der Strecke erhielt der Lemgoer Ortsteil Brake am 02.11.1896 seinen
Anschluss an die Eisenbahn. Wegen der Nähe zum Bahnhof Lemgo
war in Brake die Notwendigkeit umfangreicher Betriebsanlagen nicht gegeben. Lediglich
einen Bahnsteig am Streckengleis und zwei Weichen zur Bedienung der Ladestraße und
des örtlichen Güterschuppens wurden für die Abwicklung des Reisenden- und
Frachtaufkommens benötigt.
Der Ortsteil Brake verlor seine Anbindung an das Liniennetz des Schienenpersonenverkehrs
mit der Einstellung des Personenverkehrs zwischen Lemgo und Hameln am 27.09.1980. Das
für die geringe betriebliche Bedeutung sehr große und solide
Empfangsgebäude der Eisenbahnstation Brake befindet sich inzwischen in privatem
Besitz und dient als Wohnhaus.
Die alte Station Brake liegt nur etwa 700 Meter vom neuen Haltepunkt Lemgo-Lüttfeld entfernt. Wegen
der Nähe zum Haltepunkt Lemgo-Lüttfeld ist auch bei einer Reaktivierung des
Streckenabschnittes von Lemgo nach Barntrup nicht mit einer Wiedereröffnung der
Station Brake zu rechnen.
Die Bahnstation Bremke liegt auf der Extertalbahn zwischen den Stationen Almena und
Bögerhof im Streckenkilometer 17,7.
Der Streckenabschnitt ist inzwischen für den Zugverkehr gesperrt, so dass nur noch
Fahrraddraisinen von Rinteln aus durch Bremke fahren.
Der Bahnhof der Kreisstadt Detmold liegt an der Strecke Herford - Himmighausen zwischen dem ehemaligen Bahnhof Nienhagen und dem Bahnhof Remmighausen. Am 31.12.1880
wurde der Bahnhof in Detmold zunächst als Kopfbahnhof am Ende der Strecke von
Herford errichtet. Erst im Jahr 1895 entstand in Detmold durch die Verlängerung der
Eisenbahnstrecke bis Himmighausen ein Durchgangsbahnhof. Kurze Zeit später erfolgte
die Anhebung des Bahndammes im Kernstadtbereich von Detmold, um niveaugleiche
Straßenkreuzungen mit der Eisenbahnstrecke zu vermeiden.
In Detmold wurde am 30.05.1989 das erste elektronischen Stellwerk der damaligen
Bundesbahndirektion Essen in Betrieb genommen, welches die alten mechanischen Stellwerke
in Detmold und im benachbarten Bahnhof Remmighausen ersetzte, der
seitdem vom neuen Stellwerk in Detmold aus gesteuert wird.
Im Jahr 2004 wurde des historische Empfangsgebäude des Detmolder Bahnhofes
einschließlich Fürstenzimmer durch dis Stadt Detmold gekauft und in den
Folgejahren bis Dezember 2007 saniert und modernisiert.
Der Bahnhof Dörentrup liegt an der Begatalbahn zwischen den Bahnhöfen Bega und Barntrup im Streckenkilometer 16,8.
Mit der Eröffnung des Streckenabschnitts östlich von Lemgo am 02. November 1896
erhielt die Gemeinde Dörentrup ihren Anschluss an das Eisenbahnnetz.
Im Bahnhof Dörentrup befand sich unter anderem der Gleisanschluss der
Dörentruper Sand- und Thonwerke, der für ein großes
Güterverkehrsaufkommen sorgte. in der 1930er Jahren wurden die Anlagen des Bahnhofes
wegen des großen Güterverkehrsaufkommens erheblich erweitert.
Mit der Einstellung des Personenverkehrs auf dem Streckenabschnitt Lemgo - Hameln verlor
Dörentrup die Anbindung an den Schienenpersonennahverkehr. Da sich allein für
das geringe Güterverkehrsaufkommen die Vorhaltung zwei besetzter Stellwerke nicht
lohnte, wurden im Fürhjahr 1981 beide Stellwerke in Dörentrup außer
Betrieb genommen. Alle Signale im Bahnhof wurden demontiert und die vorhandenen Weichen
auf Handbetrieb umgestellt. Die Fahrwegsicherung erfolgte ab diesem Zeitpunkt durch das
Zugpersonal der Bedienfahrten. Wegen rückgängiger Transportmengen und
schrumpfenden Verkehrsaufkommens wurden im Januar 1990 die Gleisanlagen im Bahnhof
Dörentrup durch die Deutsche Bahn erheblich zurückgebaut. Im Sommer 1996 wurde
der restliche Güterverkehr schließlich eingestellt. Bis dahin fuhren noch
einzelne Güterzüge durch Dörentrup, um Gleisanschlüsse an der Extertalbahn von Barntrup aus zu
bedienen. Im Jahr 2001 wurden mit der Übereignung des Streckenabschnittes Lemgo -
Barntrup von der Deutschen Bahn auch die übrigen Gleisanlagen des Bahnhofes
Dörentrup an die Verkehrsbetriebe Extertal übergeben. Kurz darauf folgte die
Sperrung der Strecke, so dass auch der Güterverkehr eingestellt werden musste. Seit
diesem Zeitpunkt verkehren keine regelmäßigen Züge mehr in
Dörentrup.
Immer wieder wird die Reaktivierung des Streckenabschnittes diskutiert und gerade in
diesem Frühjahr wurden auch im Bereich des Bahnhofes Dörentrup umfangreiche
Rückschnitt-, Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Ziel der
Arbeiten ist es, die Strecke wieder befahrbar zu machen und einen saisonalen
Sonderzugverkehr aufzunehmen. Ein regelmäßiger Schienenpersonenverkehr in
Dörentrup muss durch das Land bestellt werden, was in Zeiten knapper Mittel zur Zeit
unwahrscheinlich erscheint.
Die Eisenbahnstation Ehlenbruch liegt an der Strecke Lage - Bielefeld zwischen dem ehemaligen Haltepunkt Wissentrup und der
Station Helpup im
Streckenkilometer 5,0.
Der erste Reisezug erreichte Ehlenbruch bei der Streckeneröffnung am 01. Oktober
1903. Der Bahnhof Ehlenbruch wurde im preußischen Einheitsstil errichtet und bot
noch bis in die 1980er Jahre ein Überholungsgleis, einen Gleisanschluss und einige
Gleise mit Kopf- und Seitenrampe zur Güterabfertigung. Die Weichen und Signale,
sowie des Schranken des nahen Bahnüberganges wurden vom mechanischen Stellwerk im
Bahnhofsgebäude aus bedient. Das Stellwerkspersonal konnte somit in den Zugpausen
Fahrkarten am Schalter im Warteraum verkaufen und Auskünfte erteilen.
Bereits Ende der 1980er Jahre wurden einige Weichenverbindungen und Gleise stillgelegt
und abgebaut. Das Überholungsgleis 2 wurde zum Nebengleis für die örtliche
PKW-Verladung herabgestuft, so dass keine Zugbegegnungen mehr im Bahnhof Ehlenbruch
möglich waren.
Im Rahmen der Streckensanierung 1995 wurde der Bahnhof Ehlenbruch jedoch in einen
Haltepunkt umgewandelt, so dass es sich betrieblich nicht mehr um einen Bahnhof handelt.
Alle Weichen und Signale des Bahnhofes wurden abgebaut. Der Fahrkartenschalter wurde
durch einen Fahrkartenautomaten ersetzt.
In Ehlenbruch halten heute noch stündlich die Nahverkerszüge der
Regionalbahnlinie "Lipperländer".
Die Bahnstation Eimke liegt auf der Extertalbahn zwischen den Stationen Ullhausen und Asmissen im Streckenkilometer 8,8.
Die Station Farmbeck lag einst zwischen den Stationen Dörentrup und Bega.
Die Bahnstation Fütig liegt auf der Extertalbahn zwischen den Stationen Nalhof
und Almena im Streckenkilometer 15,4.
Der Streckenabschnitt ist inzwischen für den Zugverkehr gesperrt, so dass nur noch
Fahrraddraisinen von Rinteln aus durch Bremke fahren.
Die Station Helpup liegt an der Strecke Lage -
Bielefeld im Streckenkilometer 6,9 zwischen den Stationen Ehlenbruch und Oerlinghausen.
Am 01. Oktober 1903 wurde die Ortschaft Helpup mit dem Bau des Streckenteils von Lage
nach Oerlinghausen an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Helpup erhielt ähnlich der
anderen Stationen entlang der Strecke ein einfaches Empfangsgebäude und eine
Güterabfertigung für das örtliche Frachtaufkommen. Nach der Fertigstellung
der Gesamtstrecke bis Bielefeld war der Bahnhof Helpup lange Zeit der betriebliche
Mittelpunkt der Strecke. Bis zur grundlegenden Streckensanierung in den Jahren 1995 und
1996 fanden in Helpup noch die regelmäßigen Zugkreuzungen der
Nahverkehrszüge statt.
Im Rahmen der Streckensanierung wurden die Gleisanlagen des Bahnhofs Helpup 1995 bis auf
das Streckengleis zurückgebaut. Wegen der höheren Geschwindigkeit auf der
Strecke, konnten die regelmäßigen Zugkreuzungen in den benachbarten Bahnhof
Oerlinghausen verlegt werden. Der ehemalige Bahnhof Helpup wurde somit in einen
unbesetzten Haltepunkt umgewandelt, der noch heute durch die Regionalbahn
"Lipperländer" bedient wird.
Die Bahnstation Herborn liegt an der Extertalbahn zwischen den Stationen Bellenbruch und Alverdissen im Streckenkilometer 2,5.
Der Bahnhof Horn-Bad Meinberg liegt an der Strecke Herford - Himmighausen zwischen den Bahnhöfen Remmighausen und Leopoldstal im
Streckenkilometer 36,9.
Mit der Verlängerung der Eisenbahnstrecke von Herford über Detmold hinaus bis
Himmighausen erhielten die Orte Horn und Meinberg eine gemeinsame Station an der
Eisenbahnlinie. Der errichtete Bahnhof diente dem örtlichen Reisenden- und
Güteraufkommen.
Über einen eigenen Gleisanschluss im Bahnhof wurde die örtliche Holzindustrie
(ehemals Hornitex) an die Eisenbahn angeschlossen.
Wie auch in den Banhöfen der Nachbarorte wurden mit dem Rückgang des regionalen
Güterverkehrsaufkommen die Bahnhofsanlagen teilweise abgebaut. So sind die
Rampengleise und die Ladestraße in Horn-Bad Meinberg stillgelegt und teilweise
abgebaut worden.
Heute wird der Bahnhof Horn-Bad Meinberg von der Ostwestfalenbahn (Westfalenbahn) und dem
Leinerweber (NordWestBahn) jeweils im Stundentakt bedient.
Die Eisenbahnstation Hörstmar liegt an der Strecke Lage -
Barntrup zwischen den Bahnhöfen Lage (Lippe) und Lemgo im Streckenkilometer 4,7.
Hörstmar erhielt bereits am 8. Juli 1896 einen Anschluss an die Eisenbahn, als der
erste Abschnitt der Begatalbahn von Lage nach Lemgo in Betrieb genommen wurde.
Der Bahnhof Hörstmar wurde bereits 1984 in einen Haltepunkt umgewandelt, als die
Gleisanlagen zurückgebaut und auf das Streckengleis reduziert wurden und das
mechanische Stellwerk außer Betrieb genommen wurde. Schienengüterverkehr
findet seitdem in Hörstmar nicht mehr statt. Aktuell halten an der Station
Hörstmar alle Nahverkehrszüge der Regionalbahnlinie 73 "Der
Lipperländer".