Dies ist ein Ausschnitt aus dem Verzeichnis der Bahnhöfe in Lippe. Dieser Ausschnitt umfasst die folgenden Bahnhöfe:
Der Bahnhof Lage liegt an der Strecke Herford - Himmighausen. In Lage beginnen außerdem die
Strecke nach Bielefeld
und die Begatalbahn nach
Hameln über Lemgo. Damit
bildet der Bahnhof Lage den zentralen Kreuzungspunkt der Eisenbahnstrecken in Lippe und
verfügt über entsprechend umfangreiche Gleisanlagen. Lange Zeit wurde von Lage
aus der Güterverkehr auf den Strecken in Lippe und zu den nahegelegenen
Gleisanschlüssen abgewickelt. Inzwischen spielt der Güterverkehr in Lage keine
große Rolle mehr, als Kreuzungspunkt der Personennahverkehrslinien kommt ihm jedoch
weiterhin eine große Beduetung zu.
Nach dem Rückgang des Schienengüterverkehrs wurde ein großer Teil der
Gleisanlagen im Bahnhof Lage stillgelegt und teilweise bereits abgebaut.
Der Bahnhof Lemgo liegt an der eingleisigen Begatalbahn. Der erste planmäßige
Reisezug erreichte den Bahnhof Lemgo am 09.07.1896 von Lage kommend. Für die
Abstellung und Wartung der eingesetzten Dampflokomotiven zwischen Bielefeld und Hameln
erhielt Lemgo einen Lokbahnhof mit zweiständigem Lokomotivschuppen
und Wasserturm. Die Anlage wurde in den 1960er Jahren abgerissen nachdem Diesellok und
Akku-Triebwagen den Betrieb auf der Strecke übernommen hatten.
Seit dem 27.09.1980 ist Lemgo der östliche Endpunkt des
Personenverkehrs auf der Strecke Lage - Hameln. Im Jahr 2001 wurde die Betriebsführung im Bahnhof
Lemgo von der Deutschen Bahn an die Verkehrsbetriebe Extertal übergeben. Von 2005
bis 2007 wurden die Gleis- und Signalanlagen im Bahnhof Lemgo durch die VBE erneuert. Das
alte mechanische Stellwerk, welches 1926 in Betrieb ging, wurd in diesem Zuge von einem
elektronischen Stellwerk abgelöst welches von der Betriebszentrale in Bösingfeld an der Extertalbahn aus
gesteuert wird. Die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks war im April 2007.
In den Jahren 2005 bis 2007 entstand zwischen den Bahnhöfen in Lemgo und Brake der neue Haltepunkt Lemgo-Lüttfeld, welcher das Schulzentrum im Lüttfeld, die Lipperlandhalle und einen Teil des Ortsteiles Brake direkt an den Schienenpersonennahverkehr anbindet. Seit dem 28.07.2007 ist Lemgo-Lüttfeld der neue Endpunkt für die Regionalzüge aus Bielefeld. Der Haltepunkt wird von den Verkehrsbetrieben Extertal als Betreiber des Streckenabschnittes Lemgo – Barntrup betrieben.
Der Bahnhof Leopoldstal liegt an der Strecke Herford - Himmighausen im Streckenkilometer 41,4 zwischen den
Betriebsstellen Horn (- Bad
Meinberg) und Sandebeck.
Während der Streckenabschnitt von Herford bis Detmold
bereits am 31.12.1880 in Betrieb genommen wurde, erhielt Leopoldstal erst mit der
Verlängerung der Strecke bis Himmighausen am 11.07.1895 einen Anschluss an die
Eisenbahn.
Noch heute werden die Weichen und Signale im Bahnhof Leopoldstal von zwei mechanischen
Stellwerken aus bedient.
Die Bahnstation Nalhof liegt an der Extertalbahn in Kilometer 13,6 zwischen den Stationen Vallentrup und Fütig.
Der Streckenabschnitt ist inzwischen für den Zugverkehr gesperrt, so dass nur noch
Fahrraddraisinen von Rinteln aus durch Nalhof fahren.
Der Bahnhof Nienhagen liegt an der Strecke Herford - Himmighausen zwischen den Bahnhöfen Lage(Lippe) und Detmold im Streckenkilometer
23,3.
Der Ort Nienhagen erhielt noch nicht gleich mit der Streckeneröffnung des
Abschnittes Herford - Lage - Detmold am 31. Dezember 1880 sondern erst 1893 eine eigene
Eisenbahnstation.
Für den Reisezugverkehr wurden zwei einfache Bahnsteige errichtet. Ein
örtliches Anschlussgleis diente der Versorgung eines Sägewerkes in
unmittelbarer Nähe zum Bahnhof.
Mit dem Rückgang der Beförderungsmengen mit der Eisenbahn wurde auch im Bahnhof
Nienhagen der Eisenbahnbetrieb immer weiter ausgedünnt. Der Gleisanschluss zum
Sägewerk wurde stillgelegt. Reisezüge hielten am Bahnhof Nienhagen seit 1988
nicht mehr. Im Dezember 2006 wurde dann das im planmäßigen Betrieb
überflüssig gewordene zweite Gleis im Bahnhof Nienhagen stillgelegt und
abgebaut. Somit konnte auf das alte Wärterstellwerk verzichtet werden. Seit dem
20.12.2006 ist der ehemalige Bahnhof Nienhagen nur noch ein Schrankenposten. Die Signale
des Bahnhofes wurden Anfang 2007 abgebaut.
Der Bahnhof Oerlinghausen liegt an der Strecke Lage - Bielefeld. Obwohl Oerlinghausen wegen der
topografischen Lage im Teutoburger Wald seinen Bahnhof vor den Toren der Stadt im
Nachbarort Asemissen erhielt, kam der Station die größte Bedeutung der Strecke zu.
Im Rahmen der Streckensanierung erhielt Oerlinghausen 1995 ein elektronisches Stellwerk,
welches 1996 in Betrieb genommen wurde. Von hier werden auch die Weichen und Signale im
Bahnhof Hillegossen gestellt. Im aktuellen Betriebsprogramm ist Oerlinghausen der
betriebliche Mittelpunkt der Strecke. Hier finden halbstündlich die Zugkreuzungen auf der
Strecke statt.
Der Bahnhof Remmighausen liegt an der Strecke Herford - Himmighausen im Streckenkilometer 31,9 zwischen den
Bahnhöfen Detmold und Horn-Bad Meinberg. Mit der
Inbetriebnahme des Streckenabschnittes Detmold - Himmighausen am 11. Juli 1895 wurde die
unmittelbar hinter Detmold gelegene Bauernschaft Remmighausen (heute Ortsteil von
Detmold) an das Schienennetz angebunden. Das örtliche Reisenden- und Frachtaufkommen
konnte nun auf dem Bahnhof Remmighausen, der deutlich oberhalb des Ortes liegt,
abgefertigt werden. Das aus roten Ziegeln gemauerte Bahnhofsgebäude verfügte
über einen Wartesaal, Diensträume und eineWohnung für den
Stationsvorsteher.
Reisezüge halten jedoch inzwischen nicht mehr im Bahnhof Remmighausen und auch die
Güterabfertigung wurde vor einiger Zeit eingestellt. Lediglich ein Gleisanschluss
der Lippischen Eisenindustrie wird noch gelegentlich vom Bahnhof Remmighausen aus
bedient.
Mit der Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerkes in Detmold im Jahre 1989 wurden die
mechanischen Stellwerke in Remmighausen überflüssig. Die Weichen und Signale
des Bahnhofes werden seither vom Fahrdienstleiter im benachbarten Bahnhof Detmold gesteuert.
Die Infrastruktur des Bahnhofs Remmighausen beschränkt sich aktuell auf ein
Ausweichgleis sowie das Anschlussgleis zur Lippischen Eisenindistrie.
Der Bahnhof Bad Salzuflen liegt an der Strecke Herford - Himmighausen zwischen den Stationen Herford und Schötmar (Haltepunkt). Der Bahnhof Bad Salzuflen erhielt 1989 als einziger Bahnhof an der Strecke ein Relaisstellwerk (Lorenz), welches die mechanischen Stellwerke in Bad Salzuflen ersetzte. Der Bahnhof Bad Salzuflen verfügt über drei Bahnsteggleise, von denen inzwischen nur noch zwei Gleise betrieblich genutzt werden.
Der Bahnhof Schötmar liegt an der Strecke Herford - Himmighausen zwischen den Betriebsstellen Bad Salzuflen und Sylbach im Streckenkilometer
9,5.
Nach einem Streit zwischen Bad Salzuflen und dem benachbarten Schötmar um den Bau
einer eigenen Station, erhielt Schötmar zunächst keinen eigenen Anschluss an
die Eisenbahn. Den Einwohnern Schötmars blieb nach der Streckeneröffnung 1880
zunächst nur die Nutzung eines Fußweges zum Bahnof in Bad Salzuflen, wenn sie
die Eisenbahn nutzen wollten.
Erst im Oktober 1892 wurde eine eigene Haltestelle in Schötmar
eröffnet und erst 1897 begann die Güterverladung in Schötmar. Im folgenden
Jahr wurde ein eigener Güterbahnhof errichtet, welcher lange Zeit große
Bedeutung für die Region hatte.
Der Bahnhof Schötmar wurde in den 1980er Jahren seines Überholungsgleises
beraubt und in einen Haltepunkt mit einer Ausweichanschlussstelle umgewandelt. Über
die Anschlussstelle wurde eine metallverarbeitende Firma und die ehemalige
Ladestraße angeschlossen
Inzwischen sind die Gleisanschlüsse stillgelegt und werden nicht mehr bedient.
Die Station Schötmar wird von der Westfalenbahn im Stundentakt angefahren.
Die Bahnstation Sonneborn liegt an der Kursbuchstrecke 404 zwischen den Bahnhöfen Barntrup und Grießem im Streckenkilometer 31,2.
Sonneborn ist die letzte Station an der Begatalbahn auf lippischem Boden. Den
Eisenbahnanschluss erhielt die kleine Ortschaft Sonneborn am 02.11.1896 mit
Eröffnung des Streckenabschnittes von Lemgo nach Hameln.
Mit der Einstellung des Reisezugverkehrs auf der Strecke wurde am 28.09.1980 auch der
Haltepunkt Sonneborn stillgelegt. Heute deutet nur noch eine Bahnsteigkante am
stillgelegten Streckengleis auf den ehemaligen Haltepunkt in Sonneborn hin.
Die Station Sylbach liegt an der Strecke Herford - Himmighausen zwischen dem Bahnhof Lage und der Station Schötmar in
Streckenkilometer 14,3.
Die Ortschaft Sylbach erhielt am 31.12.1880 mit der Streckeneröffnung von Herford
nach Detmold ihren Anschluss an das Eisenbahnnetz. Sylbach erhielt ein einfaches
Stationsgebäude aus einer Fachwerkkonstruktion mit angebautem Güterschuppen.
Das Fahrdienstleiterstellwerk (inzwischen Block- und Schrankenwärter) fand im
Empfangsgebäude Platz während für den Weichenwärter am
nördlichen Bahnhofsende ein weiteres mechanisches Stellwerk errichtet wurde.
Am 01.03.1994 ereignete sich im Bahnhof Sylbach der wohl spektakulärste
Eisenbahnunfall in Lippe. Ein Post-Expresszug fuhr in Sylbach auf einen
vorausfahrenden Kesselwagenzug auf. Duch die Wucht des Aufpralls wurden mehrere
Kesselwagen beschädigt und es kam zu einer Explosion. Mehr als 100.000 Liter
Heizöl gelangten ins Erdreich. Die Gefährdung der Umwelt war sehr groß
und über viele Jahre hinweg musste das auf dem Gundwasser stehende Öl abgepumpt
werden. Die Strecke war nach dem Unfall mehrere Wochen für die Ausbaggerung des
verseuchten Erdreichs und die Erneuerung der Gleisanlagen am Unglücksort
gesperrt.
Im Jahr 2005 wurde die Infrastruktur im Bahnhof Sylbach an das aktuelle Betriebsprogramm
angepasst: Das nicht mehr benötigte Gleis 1 wurde einschließlich der
Zugangsweichen stillgelegt. Das nördliche Wärterstellwerk Sn wurde in diesem
Zuge entbehrlich. Der Bahnhof Sylbach wurde in einen Haltepunkt verbunden mit einer
besetzten Blockstelle umgewandelt.
Die Station Sylbach wird heute im Stundentakt von den Zügen der Westfalenbahn
bedient. Güterverkehr spielt in Sylbach schon lange Zeit keine Rolle mehr.
Die Bahnstation Ullenhausen liegt an der Extertalbahn in Kilometer 7,5 zwischen dem Bahnhof Alverdissen und der Station Eimke.
Die Bahnstation Vallentrup liegt an der Extertalbahn in
Kilometer 12,4 zwischen dem Bahnhof Bösingfeld und dem HaltepunktNalhof.
Der Streckenabschnitt ist inzwischen für den Zugverkehr gesperrt, so dass nur noch
Fahrraddraisinen von Rinteln aus durch Vallentrup fahren.
Die Station Voßheide (bis 1957 Vogelhorst) liegt zwischen den Stationen Brake und Dörentrup an der Strecke Lage - Hameln im
Streckenilometer 12,7.
Die Ortschaft Voßheide erhielt mit der Streckeneröffnung im November 1896 eine
kleine Station an der Strecke.
Die Station Voßheide wurde mit der Einstellung des Personenverkehrs auf dem
Streckenabschnitt Lemgo - Barntrup am 28.09.1980 stillgelegt. Heute erinnert noch ein
überwucherter Bahnsteig mit einem alten Wartehäuschen an die Lage der alten
Eisenbahnstation.
Eine Reaktivierung der Eisenbahnstation Voßheide ist trotz der
Reaktivierungspläne der Begatalbahn nach Barntrup nicht geplant.
Der Haltepunkt Wissentrup lag einst an der Strecke Lage - Bielefeld
zwischen den Bahnhöfen Lage
(Lippe) und Ehlenbruch.
Viele Geschichten berichten vom Diebstahl des Haltepunktes. Als sicher glt, dass die
Haltestelle in Wissentrup mit der Aufnahme des Zugbetriebes 1903 in Betrieb genommen
wurde und bis Ende der 1959er Jahre von einem Teil der Reisezüge auf der Strecke
bedient wurde. Seit Sommer 1960 halten keine Reisezüge mehr in Wissentrup.