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Die Kursbuchstrecke 405: Herford - Bad Salzuflen - Lage - Detmold - Himmighausen
KBS 405

Nahverkehrszug im Bahnhof Lage
Die Kursbuchstrecke 405 ist eine 48 km lange, eingleisige, elektrifizierte Hauptbahn in Ostwestfalen-Lippe. Die Strecke führt von Herford bis Himmighausen bei Altenbeken. Die Streckenhöchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h.

Streckencharakteristik

Geschichte der Strecke

Anfänge der Strecke Herford - Himmighausen bis 1945

Schon seit 1846 gab es in Lippe Bestrebungen, Detmold und weite Teile des Landes von Herford aus an das bestehende Eisenbahnnetz anzuschließen. Während es unterschiedliche Pläne für einen möglichen Streckenverlauf gab, stand die Anbindung in Herford bereits sehr früh fest, da sich die Stadt als ein wichtiges Handelszentrum für Lippe etabliert hatte.

Der Staatsvertrag über den Bau der Stichstrecke von Herford bis Detmold wurde schließlich am 07.06.1878 abgeschlossen. Der Bau der Strecke erfolgte durch die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME) in den beiden folgenden Jahren. Zunächst nur für den Gütervekehr erfolgte die Inbetriebnahme der Strecke am 31.12.1880.

Die Eröffnung der Strecke von Herford über Salzuflen und Lage nach Detmold brachte Lippe einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung. Entlang der Eisenbahn entstand eine ganze Reihe Industrieansiedlungen.
Empfangsgebäude Bahnhof Bad Salzuflen

Erst 1893 wurde mit dem Bau der Streckenverlängerung von Detmold über Remmighausen, Horn, Leopoldstal und Sandebeck nach Himmighausen begonnen. Diese Streckenführung hatte man der Alternative über Bergheim den Vorzug gegeben.

Auf diesem Streckenabschnitt waren am Rand des Teutoburger Waldes deutlich mehr topografische Hindernisse zu überwinden als auf dem ersten Abschnitt.

Im Rahmen der Bauarbeiten wurden die Bahnanlagen in der Detmolder Kernstadt um 3,73 Meter angehoben. So wurden höhengleiche Kreuzungen mit den Straßen der Stadt vermieden.

Der Streckenabschnitt Detmold - Himmighausen wurde schließlich am 11.07.1895 von der Königlich Preußischen Eisenbahnverwaltung (KPEV) eröffnet. Die Verbindungsstrecke zwischen der Cöln-Mindener Eisenbahn (CME) in Herford und der Hannover-Altenbekener Eisenbahn (HAE) in Himmighausen bei Altenbeken war damit in voller Länge befahrbar.

Das Planum der Bahnstrecke wurde beim Bau bereits größtenteils für die Aufnahme eines zweiten Streckengleises hergestellt.

Von 1945 bis zur Bahnreform

Die Strecke Herford - Himmighausen blieb von schwerwiegenden Kriegsschäden weitestgehend verschont. So konnte nach Kriegsende der Betrieb zumindest provisorisch aufgenommen werden. Wegen zerstörter Signalanlagen musste zeitweise in einigen Abschnitten das Pendelholzverfahren eingeführt werden.

Von 1946 bis 1948 wurde die Strecke durch die britische Rheinarmee als Ausbildungsstrecke für Eisenbahnpioniere betrieben.
InterCity durchfährt ausnahmsweise den Bahnhof Lage

Zwischen 1973 und 1975 erfolgte die Elektrifizierung der Gesamtstrecke. In diesem Rahmen kam es auch zu umfangreichen Spurplananpassungen in einigen Bahnhöfen verbunden mit dem Neubau der entsprechenden Stellwerke. Der elektrische Fahrbetrieb auf der Hannover-Altenbekener Eisenbahn war bereits am 21.05.1971 aufgenommen worden. Mit dem Abschluss der Elektrifizierung, konnte die Strecke im Bedarfsfall die angrenzenden Hauptstrecken entlasten, ohne das Lokwechsel erforderlich wurden.

Am 30.05.1989 wurde in Detmold eines der ersten elektronischen Stellwerke in Betrieb genommen, welches die mechanischen Stellwerke in Detmold und im benachbarten Bahnhof Remmighausen ersetzte, der fortan vom neuen Stellwerk in Detmold aus gesteuert wurde.

Fortsetzung: Von der Bahnreform 1994 bis heute

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